Jetzt musste der Übungsaufbau und die Befehle in Fleisch und Blut übergehen, „Wasserentnahmestelle offenes Gewässer hinter dem Gerät, erforderlich 4 längen Saugschlauch, 6 längen C-Schlauch, Verteiler 1 B-Länge vom Gerät“, damit konnte schon jeder einmal etwas mit anfangen. „Jeder Trupp legt seine Leitung selbst, Melder setzt Verteiler und bedient diesen, Angriffstrupp mit 1stem-Rohr und Kübelspritze und Brechwerkzeug auf das linke Ziel vor!“ Jetzt war auch jedem klar, was seine Aufgabe ist und was tatsächlich zu tun war.

Also ein-/zweimal (Kondition!!) probiert und die letzten Kniffe diskutiert und dann in freudiger Erwartung mit dem MTW (Gerät wird ja vom Veranstalter gestellt) ab nach Ballenhausen.

Bei guten äußerlichen Bedingungen wurde auch gleich nach Ankunft die Wettkampfbahn in Augenschein genommen und etwas gegen die aufkeimende Konditionsschwäche und dem Flüssigkeitsverlust (im MTW war es sehr warm)  getan. Die gute Organisation vor Ort ließ uns nach Anmeldung dann nochmal 2 vor uns startende Gruppen beobachten („keine neuen Erkenntnisse“) bis wir dann selber auf die Wettkampfbahn durften. Die Meldung beim Bahnleiter unter Hinweis, dass unser jüngster Kamerad kurz vor seinem 47. Geburtstag steht, hat auf dem Wertungsbogen den Hinweis „Oldi“ zur Folge und bringt uns 5 Pluspunkte.

Nun kann es losgehen, die Gruppe tritt konzentriert an und legt nach dem Einsatzbefehl los, als ob es kein Morgen gibt. Trotz kleiner Unzulänglichkeiten beim Aufbau der Wasserversorgung ging alles rasend schnell, aber wo bleibt das Wasser? Die Trupps stehen an der Ziellinie und nachdem der Saugvorgang erfolgreich beendet war, fielen die Zielkanister nach einer etwas längeren Minute. Aber damit nicht genug, es musste alles wieder zurück an seinen Ausgangspunkt und der Abbau mit den nassen Schläuchen erfordert vollen Einsatz. Nach weniger als 3 Minuten konnte dem Wettkampfleiter „Übung beendet“ gemeldet werden und es kam das erste Mal Spannung auf als jeder Trupp bewertet wurde. Alles gut, bis auf 10 Minuspunkte welche im Weiteren vom Verursacher als den von der Gruppe „zu nehmenden Druck, verkauft“ wurde.

Die Gesundheit der Gruppe stand nun wieder im Vordergrund. Durch die Anstrengung musste erneut der Flüssigkeitshaushalt ausgeglichen werden und so wurde die Zeit bis zur Siegerehrung mit Kaffee, Kuchen und dem ein und anderen „Meter“ Kaltgetränk sowie intensiven Gesprächen überbrückt.

Als die Siegerehrung mit Platz 24 begann, konnte keiner von uns auch nur ahnen, was jetzt folgen sollte. Über Platz 20, 15, 10 und 5 wurde fast jede Ortsfeuerwehr nach vorne gerufen, hatte man uns vergessen? Dann doch, Platz 4 für die Ortsfeuerwehr Herberhausen, was für ein Wahnsinnserfolg. Bevor die Heimreise mit der Erkenntnis einer doch wiederholungswürdigen Veranstaltung angetreten wurde, wurde der Pokal noch ausgiebig bestaunt und gefeiert.

Auf das nächste Mal….

 

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